Freitag, 22. Januar 2010

Hartz IV live - ein betroffener Ingenieur berichtet

Ich weiß nicht, ob die pauschale Erhöhung des Regelsatzes von 298 (Sozialhilfe) auf seinerzeit 345, aktuell 359 Euro (Alg II) den kompletten Wegfall der Einmalleistungen wirklich kompensieren kann; sicher scheint mir hingegen, dass wohl kaum ein "Hartz IV"-Empfänger 50 Euro/Monat zurücklegt, um ggf. davon eine neue Waschmaschine / Kühlschrank / Brille etc. finanzieren zu können, wie es das Konzept der pauschalierten Abgeltung eigentlich vorsieht, weil es auch so schon schwierig genug ist, mit diesem Betrag über die Runden zu kommen.

Aber das ist auch nicht das Hauptproblem, das ich mit dieser tollen Arbeitsmarktreform habe. Ich glaube, dass von dem Prinzip "Fördern & Fordern", das sich in der Theorie ja erst mal ganz vernünftig anhört, in der Praxis meistens nur "Fordern" übrig bleibt, weil die Arbeitsplätze, in welche die ehemaligen, arbeitsfähigen Sozialhilfeempfänger hinein vermittelt werden sollten, in ausreichender Anzahl gar nicht vorhanden sind.

(Weiterlesen [13b])

Keine Kommentare: