Donnerstag, 9. November 2017

Als die Synagogen brannten


Die Novemberpogrome 1938

Fast 80 Jahre sind vergangen seit den Novemberpogromen 1938. Sie sind eine der zentralen Wegmarken des Völkermords. Während die Juden in Deutschland seit der Machtübernahme bereits systematisch ausgegrenzt und ausgeplündert wurden, so zeigte sich in der sogenannten Kristallnacht offen das mörderische Gesicht der Hitlerdiktatur.

Am 9. und 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland rund 400 Synagogen, SA-Männer verwüsteten 7.000 jüdische Geschäfte. Über neunzig Menschen wurden vom Mob ermordet, etwa 600 begingen Selbstmord. Mehr als 26.000 Männer wurden - angeblich zu ihrem eigenen Schutz - in Konzentrationslager verschleppt und dort misshandelt. Spontane Aktionen aufgebrachter Bürger seien es gewesen, behaupteten die Nazis, als sich ein Proteststurm im Ausland erhob, tatsächlich war es der Höhepunkt einer staatlich gelenkten Welle antisemitischer Gewalt in Deutschland.

Autor und Regisseur Michael Kloft hat für seine Dokumentation kaum bekanntes Material und Fotos gefunden und er hat Zeitzeugen befragt, die heute noch die damaligen schrecklichen Ereignisse vor Augen haben.



("Als die Synagogen brannten", Dokumentation von Michael Kloft, NDR 2008)

Siehe dazu auch: "Die letzten Zeugen".

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(Titelseite des Nazi-Hetzblattes "Der Stürmer. Deutsches Wochenblatt zum Kampfe um die Wahrheit", hg.v. Julius Streicher, Nr. 48 vom Dezember 1938)

Kommentare:

Charlie hat gesagt…

Ach, Karlchen. Auch wenn Du es wieder und wieder und wieder versuchst: Deinen revisionistischen Mist veröffentliche ich hier nicht, sondern lösche ihn konsequent. Du kannst Dir die Mühe also sparen.

Wenn Du allen Ernstes glaubst, dass der Faschismus sich an irgendwelchen "Rändern" die Hand reicht, darfst Du das ja gerne tun - aber nicht hier. Denn hier geht es um die Realität, nicht um Deine feuchten, albernen Träume.

Mach nur weiter so: Ich sitze ja nun nicht unablässig am Rechner, so dass es durchaus vorkommen kann, dass irgendein Dünnschisshaufen aus Deiner Feder tatsächlich mal für einige Stunden hier zu lesen ist, bevor ich ihn lösche - das muss wohl ein großartiges Erfolgserlebnis für einen Vollidioten sein.

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Eine Erklärung für die Mitlesenden: Inzwischen musste ich hier - wie schon so oft - dreimal denselben idiotischen Kommentar dieses Vollidioten aus der Schweiz löschen, den er nach erfolgter Löschung einfach immer wieder einstellt. Es handelt sich um einen verhaltensgestörten Spinner namens André Hüssy aus der Schweiz, der vormals unter dem Pseudonym "Herr Karl" die Kommentarspalten Kleinbloggersdorfs mit Spam füllte und der inzwischen als "Anonym" oder auch unter diversen anderen Nicknamen munter weitermacht.

Momentan hat der verrückte Troll gerade (mal wieder) das "Narrenschiff" im Visier - das ändert sich allerdings alle paar Wochen bzw. Monate, so dass auch hier bald wieder Ruhe einkehren dürfte.

Es ist geradezu erbärmlich und widerwärtig, dass ich eine solche läppische Klarstellung ausgerechnet hier schreiben muss, wo es um die schlimmsten Verwerfungen und Ausformungen des Nazi-Terrors geht. Ich entschuldige mich dafür.

Der Kapitän.

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Charlie hat gesagt…

Das war Nr. 4 des gleichlautenden Sermons, den der Knabe offenbar speichert, um ihn immer wieder abschicken zu können.

Arbo hat gesagt…

Bin zwar gerade im 'Ausland' (bzw. in Deutschland) unterwegs, bekomme aber natürlich dennoch ein paar Ösi-Nachrichten mit, z.B. die: Christian Kern (SPÖ) erinnert an die Progromnacht und die FPÖ verweigert den Applaus... https://kurier.at/politik/inland/fpoe-applaudiert-kerns-erinnerung-an-pogrome-nicht/297.202.590

Dieses Mal sind sie mit Edelweiß einmarschiert, sonst ist es eine Kornblume, die früher das Erkennungszeichen der - damals illegalen - Nazis war.

LG
Arbo

Charlie hat gesagt…

@ Arbo: In Deutschland gab's dieses Jahr am 9. bzw. 10. November auch wieder die ersten "zaghaften" Brandanschläge, diesmal auf Moscheen anstatt Synagogen. Der Kreis schließt sich allmählich. In spätestens zehn Jahren brennt Europa, wenn nicht irgendwer doch noch die akribisch versteckte Reißleine findet.

Liebe Grüße!

Troptard hat gesagt…

@Charlie,

mit Prognosen wäre ich da vorsichtig. Ob das System implodieren oder explodieren wird, so vermute ich, sind unsere Eliten auch darauf bereits eingestellt und hat verschiedene Optionen im Blick.

Die derzeit präferierte scheint mir zu sein, wieder einen "nationalen Sozialismus" zu etablieren mit diktatorischen Elementen ohne den Schein der Demokratie ganz aufzugeben.

Den nationalen Sozialismus von links, à la J.M. Keynes über die staatliche Förderung des Konsums, der Nachfrage, scheint keine Option mehr zu sein, zumal die Digitalisierung der Produktion und damit der Verlust von Arbeit dann nur noch einem geringen Teil der Beschäftigten zugute kommen würde.

Der Rest des Überflusses an Arbeitskraft müsste sich staatlich organisiert mit einer Art Überlebenshilfe zufrieden geben, das heute BGE genannt wird.

Allerdings bin ich mit Thema auch ziemlich auf dem Kriegsfuss, weil dem für mich fortschreitenden Verlust von Arbeit, auch ebenso ein massenhafter Verlust von Mehrwert gegenüber stehen würde, Produktion also sinnlos, wenn sie keinen Profit mehr abwirft.

Und da habe ich den Rauschebart sehr präsent in Erinnerung, in relativierender Skepsis gegenüber der historisch vorbestimmten Rolle des Proletariats zur Emanzipation der Gesellschaft: Sinngemäss und allgemein verständlich: Wenn die wissenschaftlichen Ingredenzien, also der technisch wissenschaftliche Fortschritt, seine Zutaten in der Produktion die Arbeitskraft in der Produktion weitgehend ersetzt, kommt auch die warenproduzierende Gesellschft an ihr Ende.

Die schlimmste Option wäre, und die lässt sich auch nicht ausschliessen dass sie mitgedacht wird, ist ein 3.WK und dies mit all dem Wissen für die Risiken dieses Planeten und für die Menschheit.

Charlie hat gesagt…

@ Troptard: Wenn ich Deinen Kommentar richtig deute, sind unsere "Prognosen" doch weitestgehend identisch. Den dritten (bzw. vierten, wenn man den laufenden, ewigen "Krieg gegen den Terror" einbezieht) Weltkrieg halte ich persönlich zwar für nicht sonderlich wahrscheinlich - aber auch hier kann ich mich freilich irren. Nicht mehr zu leugnen ist indes das autoritäre, rassistische und streng menschenfeindliche Staatsgebilde, in dem wir schon heute leben:

Gegenüber dem Kapital wird der Staat immer "schlanker" und einflussloser, gegenüber der Bevölkerung - zumal dem ärmsten Teil - jedoch wird er immer "fetter" und autoritärer. Rainer Mausfeld hat das in seinem Vortrag "Wie sich die 'verwirrte Herde' auf Kurs halten lässt" sehr anschaulich herausgestellt - diese zwei Stunden lohnen sich wirklich. Für Dich wird da vermutlich wenig Neues vorgebracht, aber dem einen oder anderen Hinterwäldler kann diese in recht einfacher Sprache formulierte Zusammenfassung vielleicht doch einen Denkanstoß verpassen.

Liebe Grüße!

Troptard hat gesagt…


Hallo Charlie,

lies das bitte mal bei Kay Sokolwsky! "Nie wieder Frieden"
http://www.kaysokolowsky.de/nie-wieder-frieden/

LG

Fluchtwagenfahrer hat gesagt…

The Behindthefichte also Hinterwooder say`s,
der mittlerweile dritte Vortrag den ich vom Prof. lese bzw. höre.
Für mich als kleines intellektuelles Lichtlein absolut brillant.
Der P.Lustig für Arme.
Er schafft etwas was in diesem Sachthema nahezu keiner schafft,relativ kurzweilig, prägnant,doch detailliert einen Sachverhalt zu erklären.
Gute Aufklärungsarbeit.
LG